Frühjahres-Check für das Eigenheim

Hausreinigung

Für Hauseigentümer ist es nach dem Winter Zeit einen Frühjahrscheck an Haus und Hof vorzunehmen. Vor allem das Dach und die Ziegel, aber auch Dachrinnen, Putz, Fenster, Türen und sollten Hausbesitzer im Frühling unter die Lupe nehmen. Hierbei sollte als erstes geklärt werden, welche Arbeiten nötig sind, damit Ihr Haus nicht an Wert verliert. Aber auch versicherungstechnische Belange sollten überprüft werden. Angeknackste Äste in Bäumen oder leere Batterien in Rauchmelden können den Versicherungsschutz gefährden.

Mit einer Bestandsaufnahme die Mängel ermitteln
Ob der Winter kalt oder warm war ist dabei völlig unerheblich, denn der Winter kann an Gebäuden in vielfältiger Weise seine Spuren hinterlassen. Beispielsweise können bei einem milden Winter mit regnerischem Wetter das Dach und die Fassade von Nässe durchfeuchtet sein. Bei wintertypischen Temperaturen können durch Frost Risse im Mauerwerk entstehen oder zu losen Dachziegeln und beschädigten Dachrinnen führen.

Sparpotenzial Gebäudehülle Einfamilienhaus

Folgende Punkte sollten überprüft werden:

  • Dach und Fassade: Sind Dachziegel lose oder beschädigt, gibt es Undichtigkeiten in der Dacheindeckung, hat die Fassade Risse oder offene Stellen.
  • Regenrinnen und Fallrohre: Entfernen von Laub und Schutz, Suche nach Frostschäden
  • Solar- und Photovoltaik-Anlagen: Verschmutzungen an den Modulen reinigen, Prüfung der Bauteile
  • Fenster: Prüfung und Wartung der Dichtungen, Abschmieren der Mechanik
  • Holzelemente: Ist das Holz von Fensterläden, Carports oder Balkonen noch intakt oder schon angefault
  • Bäume: Trockene und beschädigte Äste entfernen
  • Gartenbewässerung: Leitungen durchspülen und Rohre, Wasserhähne auf Frostschäden prüfen.
  • Heizung: Die Heizungsanlage einem prüfenden Blick unterziehen, Reparaturen oder Erneuerungen lassen sich am besten in der heizfreien Zeit erledigen
  • Rauchmelder: Sind diese noch funktionstüchtig, sind die Batterien noch ausreichend geladen

Prioritäten setzen für die Mängelbeseitigung 
Bei eventuell vorhandenen Mängeln sollten Sie Prioritäten setzen. Hier gehört vor allen Dingen das Dach. Es können sich Ziegel verschoben haben oder gar gebrochen sein. Derartige Schäden am Dach sollten Sie schnellstens beheben, um ein eventuelles Eindringen von Wasser zu verhindern. Hierbei kann die Dämmung Schaden nehmen. Auch die Fallrohre sollten auf Frostschäden untersucht und Dachrinnen von Unrat befreit werden. Wenn das Regenwasser aufgrund einer Verstopfung nicht ablaufen kann, dringt dieses in den Putz ein und verursacht dort Schäden. Türen und Fenster gehören ebenfalls mit zum Haus und hier und da zeigt sich oft, dass auch hier der Winter nicht vor halt macht. An den Außentüren kann unter der Anschlagschiene Wasser eingesickert sein und somit unter den Estrich laufen.

Auf die Gewährleistungspflicht achten
Haben Sie Mängel gefunden und wohnen noch nicht lange in Ihrem neuen Haus kann es sein, dass die Gewährleistungspflicht noch nicht abgelaufen ist. In diesem Fall ist die Behebung der Mängel Sache der Firma, die Ihr Haus gebaut hat. Dafür sollte bei der Mängelfeststellung eventuell ein unabhängiger Sachverständiger vor Ort mit sein.

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Für die Deutschen ist der Wunsch nach dem eigenen Zuhause ungebrochen hoch

Haus

Vier von fünf Deutschen sind davon überzeugt, dass ihr Wohnglück in der eigenen Immobilie statt im Mietobjekt besteht. Doch wie genau soll das Wunschdomizil beschaffen sein, und in welcher Umgebung soll es liegen? Auch die Frage, welche Hindernisse beim Immobilienkauf von den Bundesbürger erwartet werden, wird beantwortet. In der aktuellen Wohntraumstudie der Interhyp gibt es ausführliche Antworten darauf. Hier ein intensiverer Blick auf die repräsentative Untersuchung, die nützliche Zahlen und Erkenntnisse bereit hält.

Garten ja, Sauna nein: Der Durchschnittskäufer mag es normal
Wie soll das Wunschobjekt beschaffen sein? Hier hat die Mehrheit der im Zuge der Wohntraumstudie Befragten klare Vorstellungen: Diese decken sich weitgehend mit denen aus früheren Studien: Das Einfamilienhaus ist mit 32 Prozent nach wie vor mit Abstand der beliebteste Haustyp. Energiesparhäuser und moderne Stadtwohnungen teilen sich den zweiten Platz auf der Beliebtheitsskala (jeweils 9 Prozent), gefolgt vom Bungalow, der für 8 Prozent den persönlichen Wohntraum darstellt. Auch in Bezug auf äußere Faktoren wie die Umgebung haben sich die Prioritäten nur in Nuancen verändert. Die Nähe zur Natur, nicht weitentfernte Einkaufsmöglichkeiten und Ärzte sowie eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr zählen wie in der Vergangenheit zu den Faktoren, die maßgeblich zur Zufriedenheit mit der Wohnsituation beitragen.

Wie in den Vorjahren wünschen sich die Deutschen vor allem eine moderne Einbauküche (77 Prozent). Viel Wert wird auch auf eine Garage und ein Gäste-WC gelegt. Auf Platz eins der zwingend notwendigen Extras landet wie in den Vorjahren der Garten (42 Prozent) und steht damit in der Gunst sogar vor Balkon oder Garage (29 Prozent/25 Prozent). Wohn-Extravaganzen hingegen sind zum Teil sogar noch weniger gefragt als früher: Nur 27 Prozent (minus 6 Prozentpunkte) wünschen sich einen Pool und gerade einmal 19 Prozent (4 Prozentpunkte weniger) eine Sauna. Die meisten Menschen brauchen also keinen Luxus, um in den eigenen vier Wänden glücklich zu sein.

Trend bei Wohneigentum zurück ins Umland

Viele Käufer haben Angst vor hohen Preisen und hohen Kosten
Laut der aktuellen Interhyp-Wohntraumstudie zählt ein attraktives Zuhause für 96 Prozent der Deutschen zu den wichtigsten Dingen im Leben – gleich nach Gesundheit (99 Prozent). Trotzdem verbinden viele Menschen den Eigenheimerwerb zunächst mit Hindernissen. 88 Prozent der Mieter befürchten unkalkulierbare Zusatz- beziehungsweise Baunebenkosten. 87 Prozent schreckt die hohe finanzielle Belastung durch den Kredit. An dritter Stelle der größten Bedenken beim Immobilienerwerb steht die Sorge, aufgrund hoher Nachfrage kein Baugrundstück zu einem angemessenen Preis zu erhalten (81 Prozent).

Die Bedenken sind nachvollziehbar, erweisen sich häufig jedoch als unbegründet. Wie die Befragung von Immobilieneigentümern im Zuge der Wohntraumstudie zeigt, bewahrheitet sich etwa die Sorge, kein passendes Baugrundstück zu bekommen vergleichsweise selten – trotz des in Bestlagen von Metropolen knappen und teuren Angebots. Im Schnitt aller Großstädte haben 85 Prozent aller „Wohnträumer“ diese Annahme – aber nur 50 Prozent der Hausbesitzer mussten beim Grundstück tatsächlich Kompromisse machen.

Was bedeuten die Zahlen für Bauherren und Immobilienkäufer?
Es zahlt sich aus, wenn wichtige Eckpunkte in Bezug auf das Grundstück und die Immobilie frühzeitig geklärt werden – am besten, bevor man mit der Suche beginnt. Mit einem gut ausgearbeiteten Finanzierungskonzept, kann man sich gegebenenfalls schnell entscheiden, ohne Gefahr laufen, hektisch eine falsche Entscheidung zu treffen. Mit der Erfahrung eines kompetenten Finanzierungsberaters können auch mögliche Ängste vor einer zu hohen finanziellen Belastung und vor unkalkulierbaren Baunebenkosten begegnet werden.

Wenn von Anfang die Finanzierung solide kalkuliert wird, bleibt der Immobilienkauf in der Regel ein planbares Unterfangen. Die Höhe der monatlichen Miete kann eine wichtige Orientierung bieten, welche Kreditrate man stemmen kann. Das Finanzierungskonzept sollte jedoch unbedingt einen Puffer enthalten, damit eine längere Bauzeit, unvorhersehbare Zusatzkosten oder veränderte Lebensumstände (etwa durch Arbeitslosigkeit) und neue Rahmenbedingungen (zum Beispiel in Form höherer Baugeldzinsen) abgefedert werden können.
Quelle: Prohyp GmbH

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Änderung bei KfW-Altersgerecht Umbauen – Investitionszuschuss 455

KfW Förderprogramme

Die KfW-Bank informiert, dass im Zuschussprodukt Altersgerecht Umbauen – Investitionszuschuss (455) die Mindestinvestitionskosten für Maßnahmen zum Einbruchschutz ab dem 17. März 2017 auf 500 Euro (bisher 2.000 Euro) gesenkt wurden. Der Mindestzuschussbetrag beträgt nun 50 Euro
(bisher 200 Euro). Damit können jetzt auch kleinere Sicherungsmaßnahmen mit einem Zuschuss
gefördert werden. Der Mindestzuschussbetrag für Maßnahmen zur Barrierereduzierung bleibt
dagegen unverändert bei 200 Euro und die Mindestinvestitionssumme bei 2.000 Euro.

Was wird im Programm Altersgerecht Umbauen – Investitionszuschuss (455) gefördert
Die Kfz-Bank fördert Modernisierungsmaßnahmen, mit denen Barrieren reduziert, Wohnkomfort erhöht oder in Einbruchschutzmaßnahmen investieren wird. Dazu gehören:

Einzelmaßnahmen zum Einbruchschutz

  1. Einbau einbruchhemmender Haus- und Wohnungseingangstüren nach DIN EN 1627 oder besser
  2. Einbau von Nachrüstsystemen für Haus- und Wohnungseingangstüren sowie Türspione (z. B. Türzusatzschlösser, Querriegelschlösser mit/ohne Sperrbügel)
  3. Einbau von Nachrüstsystemen für Fenster, Balkon- und Terrassentüren sowie einbruchhemmender Gitter und Rollläden (z. B. aufschraubbare Fensterstangenschlösser, drehgehemmte Fenstergriffe, Bandseitensicherungen, Pilzkopfverriegelungen)
  4. Einbau von Einbruchs- und Überfallmeldeanlagen (z. B. Kamerasysteme, Panikschalter, Personenerkennung an Haus- und Wohnungstüren, intelligente Türschlösser)
  5. Baugebundene Assistenzsysteme (z. B. (Bild-)Gegensprechanlagen, Bewegungsmelder, Beleuchtung, baugebundene Not- und Rufsysteme)

Interesse an Modernisierungsmaßnahmen

Einzelmaßnahmen zur Barrierereduzierung

Diese Maßnahmen können Sie auch miteinander kombinieren:

  1. Wege zu Gebäuden und Wohnumfeldmaßnahmen
    • Wege zu Gebäuden, Garagen, Sitz- und Spielplätzen sowie zu Entsorgungseinrichtungen
    • Umbau und Schaffung von altersgerechten Kfz-Stellplätzen sowie deren Überdachung
    • Umbau und Schaffung oder Überdachung von Abstellplätzen für Kinderwagen, Rollatoren/Rollstühle und Fahrräder
    • sonstige Wohnumfeldmaßnahmen in bestehenden Gebäuden ab 3 Wohneinheiten
  2. Eingangsbereich und Wohnungszugang
    • Abbau von Barrieren im Hauseingangsbereich und bei Wohnungszugängen
    • Schaffung von mehr Bewegungsfläche
    • Wetterschutzmaßnahmen wie Überdachungen
  3. Überwindung von Treppen und Stufen
    • Einbau, Nachrüstung oder Verbesserung von Aufzugsanlagen
    • Treppenlifte
    • barrierereduzierende Umgestaltung von Treppenanlagen
    • Rampen zur Überwindung von Barrieren
  4. Umgestaltung der Raumaufteilung und Schwellenabbau
    • Änderung des Raumzuschnitts von Wohn- und Schlafräumen, Fluren oder Küchen
    • Verbreiterung von Türdurchgängen mit Einbau neuer Innentüren
    • Schwellenabbau
    • Erschließung oder Schaffung von Terrassen, Loggien oder Balkonen
  5. Badumbau
    • Änderung der Raumaufteilung des Bades
    • Schaffung bodengleicher Duschplätze einschließlich Dusch(-klapp)sitze
    • Modernisierung von Sanitärobjekten (WC, Bidets, Waschbecken und Badewannen)
  6. Orientierung, Kommunikation und Unterstützung im Alltag
    • Altersgerechte Assistenzsysteme (z. B. für Bedienungs- und Antriebssysteme für Türen, Rollläden, Fenster, Beleuchtung, Heizung)
    • Modernisierung von Bedienelementen
    • Einbau von Stütz- und Haltesystemen einschließlich Maßnahmen zur Nachrüstung
    • Maßnahmen zur Verbesserung der Orientierung und Kommunikation wie zum Beispiel Beleuchtung, Gegensprech- oder Briefkastenanlagen
  7. Schaffung von Gemeinschaftsräumen, Mehrgenerationenwohnen
    • Umgestaltung von bestehenden Flächen zu Gemeinschaftsräumen oder Schaffung von Gemeinschaftsräumen

Mehr Informationen finden Sie auf der Internetseite der KfW-Bank unter https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilie/Förderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-Investitionszuschuss-(455)
Quelle: KfW-Bank

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Zinskommentar März 2017 – Leitzinserhöhung der Fed und Bauzinsen legen zu

baufinanzierung marktlage

Vor den Präsidentschaftswahlen reagierte die US-Notenbank Chefin verhalten und äußerte sich nicht über eine anstehende Anhebung der Leitzinsen. Mit Beendigung der Wahlen wurde die Leitzinserhöhung am 14. Dezember 2016 beschlossen und soll vorerst um 0,25 Prozentpunkte, später um 0,5 bis auf 0,75 Prozentpunkte erfolgen. Das Jahr 2017 könnte einige Veränderungen mit sich bringen und für Anhebungen sorgen, die im Zusammenhang mit der Beendigung der Deflationsgefahr und dem soliden Wachstum der US-amerikanischen Wirtschaft steht. Auch das Lohnniveau ist gestiegen und immer mehr Menschen befinden sich in Vollbeschäftigung. Aktuell spricht sich Notenbank Chefin Yellen aber noch gegen eine weitere Leitzinserhöhung aus und nimmt Rücksicht auf die Schwellenländer wie die enorme Dollar-Verschuldung. Fakt ist aber, dass weitere Korrekturen nicht ausgeschlossen sind und es wahrscheinlich noch in diesem Jahr ein bis zwei Erhöhungen geben wird.

Ein Blick auf die Leitzinsen Europas
Auch die EZB traf sich im März und tagte eine Woche vor der US-Notenbank Fed. Im Gegensatz zu den USA steht für Europa derzeit keine Leitzinserhöhung im Fokus. Ob der Kurs allerdings weiter bei 0,00 Prozent bleibt, sei abzuwarten. Noch hat sich Draghi mit Blick auf die anhaltend niedrige Inflation gegen die Anhebung des Leitzins und des Einlagezins bei – 0,4 Prozent entschieden und lässt sich von der Gefahr einer Kapitalabwanderung gen USA nicht beeindrucken. Die EZB handelt konträr und es ist nicht das erste Mal, dass sich Draghi von Yellens Entscheidungen unbeeindruckt zeigt und seiner Linie treu bleibt. Die Zielinflation liegt bei zwei Prozent, wobei die Real-Inflation aktuell nur 0,8 Prozentpunkte aufweist und somit in weiter Entfernung vom eigentlichen Ziel liegt. Fakt ist allerdings, dass der Dezember 2016 mit einem weiteren Anstieg der Bauzinsen einherging und Fragen aufwirft, in welchem Zusammenhang die Erhöhung bei unverändertem Leitzins steht.

Zinsentwicklung über ein Jahr

Spürbare Veränderungen für Verbraucher
Entscheidungen über den Leitzins stehen in der Regel mit einer Reaktion der Bauzinsen im Zusammenhang. Die Reaktion ist allerdings nicht von der Verkündung abhängig und zeigt sich bereits im Vorfeld. Durch die Ankündigung einer Verlängerung des EZB-Anleihekaufprogramms mit einhergehender Verringerung der Kaufsumme um monatlich 20 Milliarden Euro hat der Markt spürbar reagiert. Zehnjährige Bundesanleihen gerieten vorübergehend unter Druck und zogen die veränderte Verzinsung von Pfandbriefen nach sich. Die Refinanzierung von Baufinanzierungen erfolgt über Pfandbriefe, wodurch die höheren Kosten direkt an den Kunden weitergegeben wurden. Neben der Bauzinserhöhung von 0,79 auf 0,95 Prozentpunkte haben sich auch die Verbraucherpreise in Gegenüberstellung zum Vorjahresmonat um 0,80 Prozentpunkte gesteigert. Fakt ist, das Leben wird teurer und die Anhebung der Zinsen wie der Verbraucherpreise erfolgt unabhängig von einer Leitzinserhöhung. Die Zusammenhänge liegen tiefer, wodurch sie dennoch in einem direkten Zusammenhang mit Handlungen der EZB stehen und von den Entscheidungen Draghis wie auch der Fed spürbar geprägt sind.

In nächster Zeit sind keine Überraschungen bei den Bauzinsen zu erwarten
Für das Jahr 2017 ist damit zu rechnen, dass die EZB ihren geldpolitischen Kurs beibehält und den Leitzins bei null belässt. Deshalb ist in den kommenden Monaten ein überraschender stärkerer Anstieg der Bauzinsen nicht zu erwarten, sondern eher kleinere Kurskorrekturen. Auch wenn es ein kleines Stück bei den Zinsen nach oben geht, darf man nicht vergessen, dass wir uns bei den Bauzinsen weiter auf einem historisch niedrigen Niveau befinden.

Tendenz der Baufinanzierungszinsentwicklung:
kurzfristig: schwankend seitwärts
langfristig: steigend

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Energielabel für den alten Heizkessel

Energieverbrauchskennzeichnung

Beim Kauf vieler Geräte, wie Kühlschränke, Staubsauger oder Waschmaschinen begleitet uns seit mehreren Jahren schon das Energielabel. Im Jahr 2015 wurde vom Gesetzgeber beschlossen, auch für neue Heizkessel ein Energielabel einzuführen. Ab dem Jahr 2016 wurde auch ein Energielabel für alte Heizkessel im Gebäudebestand auf dem Markt gebracht. Seit Januar 2017 ist der zuständige Schornsteinfeger verpflichtet, bei seinem Besuch das Energielabel auf alle Öl- und Gasheizkessel, die älter als 20 Jahre sind anzubringen.

Ein C oder D für den Kessel
Durch das Energielabel ergibt sich für den Besitzer des Heizkessels jedoch keine Notwendigkeit, etwas zu unternehmen. Das Energielabel für Bestandsheizungen ist für Endkunden auch kostenfrei. Hausbesitzer müssten das Anbringen des Etiketts aber dulden. Der Aufkleber bewertet die Effizienz des Heizkessels. Dazu ermittelt der Schornsteinfeger anhand einer Liste von Heizungsmodellen die dazugehörige Energieeffizienzklasse. Ältere Heizkessel erhalten meist ein Label mit der Energieeffizienzklasse C oder D. Hier finden Sie ein Beispiel für ein solches Etikett und was Sie ihm entnehmen können.

Vergleich der Energielabel für neue und alte Heizungen

Energielabel soll zur Modernisierung motivieren
Es wird dabei nicht bewertet, ob die Heizung optimal eingestellt ist, ob die Rohrleitungen gedämmt sind oder ob die Heizung womöglich zu groß dimensioniert ist. Das Etikett soll zur Erneuerung der Heizung animieren, denn eine Austauschpflicht besteht nicht. Nach der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) müssen Heizkessel ausgetauscht werden, wenn sie älter als 30 Jahre sind. Eigentümer von Ein-und Zweifamilienhäusern, die seit 2002 und länger in ihrem Haus wohnen, sind von dieser Regelung ausgenommen.

Welche Informationen stehen auf dem Energielabel für alte Heizkessel?
Im Gegensatz zum Energielabel für Neugeräte weist das Energielabel für Bestandsheizungen weniger Informationen auf. Es geht bei den Altgeräten nicht um den Vergleich verschiedener Kessel, sondern eher um eine allgemeine Lageeinschätzung. Schallleistungspegel oder Leistungsangaben fehlen, da Schallleistungspegel für Altgeräte häufig nicht mehr ermittelbar sind und da alte Kessel oft überdimensioniert ausfallen und ein Neukauf in entsprechender Größenordnung nicht nahegelegt werden soll. Bei einem angedachten Heizungstausch sollte deshalb genau analysiert werden, wie viel kW Heizleistung die Immobilie tatsächlich benötigt.

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Der Mann für alle Streitfälle bei Bauvorhaben

Rohbau

Als privater Bauherr muss man bei einem Streit mit den Auftragsnehmern nicht unbedingt gleich vor Gericht ziehen. Stattdessen kann man sich an eine Schlichtungsstelle wenden. Der Ombudsmann Immobilien wurde gemeinsam vom Verband Privater Bauherren und dem Immobilienverband Deutschland (IVD) ins Leben gerufen. Die Schlichtungsstelle wurde vom Bundesamt für Justiz anerkannt und kann von allen privaten Bauherren kostenlos angerufen werden.

Schlichter für Konflikte bei Bauvorhaben
Seit 2008 hilft der Ombudsmann vor allem bei vertraglichen Problemen, beispielsweise bei Fragen zu Terminvereinbarungen, ungenauen Leistungsbeschreibungen, zum Zahlungsplan, fehlenden Berechnungen und Nachträgen. Bei bautechnischen Fragen kann der Ombudsmann nicht weiter helfen und er kommt auch nicht auf eine Baustelle zu einer Mängelbegutachtung. Der Ombudsmann soll die ihm vorgelegten Aussagen von Verbrauchern und Unternehmen möglichst neutral nach Recht und Gesetz bewerten. Der Verbraucher muss seine Beschwerde schriftlich formulieren und anhand relevanter Korrespondenz möglichst lückenlos dokumentieren.

Risiken und Konfliktsituationen privater Bauherren

Das Schlichtungsverfahren ist für die Beteiligten kostenlos und soll in der Regel in weniger als fünf Monaten abgeschlossen sein. Nur Verbraucher können den Ombudsmann beauftragen. Wenn der Ombudsmann die Beschwerde für zulässig hält, dann fordert er das Unternehmen zur Stellungnahme auf und holt gegebenenfalls ergänzende Informationen von dem Verbraucher ein. Das Unternehmen erklärt zu Beginn des Verfahrens, ob es sich der Entscheidung des Ombudsmanns unterwerfen wird. Wenn das Unternehmen sich dem unterwirft, ist der Schlichtungsvorschlag des Ombudsmanns für das Unternehmen bindend. Der Verbraucher muss auf den Schlichtungsvorschlag nicht eingehen. Ihm steht in jedem Fall der Weg zu den ordentlichen Gerichten offen.

Der Schlichter ist erreichbar unter:
Ombudsmann Immobilien IVD/VPB – Grunderwerb und -verwaltung
Littenstr. 10
10179 Berlin
E-Mail: info@ombudsmann-immobilien.net
http://www.ombudsmann-immobilien.net

Auch über den Bauherren-Schutzbund e. V. besteht für Bauherren die Möglichkeit für eine Unterstützung in Streitfällen. Der Bauherren-Schutzbund e. V. hilft unter anderem privaten Bauherren bei Alt- und Neubauprojekten bei der Durchsetzung ihres Anspruchs auf Vertragserfüllung und fachgerechter mängelfreier Ausführung der Bauleistungen und hilft so wirtschaftliche Risiken zu mindern. Der Verein kann auf ein bundesweites Beratungsnetz mit unabhängigen Bauherrenberatern, Vertrauensanwälten und Servicepartnern zurück greifen.

Der Bauherren-Schutzbund e. V. ist erreichbar unter:
Bauherren-Schutzbund e.V.
Kleine Alexanderstr. 9-10
10178 Berlin
E-Mail: office(at)bsb-ev.de
https://www.bsb-ev.de

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Zinskommentar Februar 2017 – Unerwartete Wendung: der Zinsmarkt bleibt von Trumps Wahlsieg unbeeindruckt

baufinanzierung marktlage

Täglich gibt es Neuigkeiten aus dem Weißen Haus, nachdem Präsident Trump ein leidenschaftlicher Twitter-User ist und seine Gedanken mit der ganzen Welt teilen möchte. Doch wenn es einen Bereich gibt, der sich von Trumps Fake News und sonstigen Informationen nicht beeindrucken lässt, so ist es der Zinsmarkt. Seine Wahlkampf-Statements sind im aktuellen Zinsniveau bereits eingepreist und bleiben daher aktuell ungeachtet. Im März könnte es eine Änderung geben, doch bisher ist FED Chefin Janet Yellen noch zu keiner Äußerung bereit und es bleibt daher abzuwarten, ob eine Zinserhöhung folgen oder alles beim Aktuellen bleiben wird.

Trump setzt auf: Amerika First
Im Wahlkampf sprach sich der neue Präsident konkret gegen eine expansive Geldpolitik aus, doch nun ist von einer Kehrtwende die Rede. Höhere Zinsen und ein starker Dollar stehen gegen das Konzept: Amerika First, was unter Trumps Wahlsprüchen wohl die bekannteste Aussage ist. Nach Ansicht des Präsidenten basiert die US-amerikanische Wirtschaft auf drei Grundpfeilern. Die Deregulierung, Steuersenkungen und Investitionen stehen für Trump im Vordergrund. Hier scheiden sich die Meinungen von Yellen und Trump, welcher bei zwei der Grundpfeiler davon spricht, dass durchaus noch billiges Geld benötigt wird. Hingegen will Janet Yellen die Zinsen nach und nach erhöhen und dafür das aktuell solide Fundament der amerikanischen Wirtschaft nutzen. Der Präsident hat vorgesorgt und drei vakante Positionen in der US-Notenbank so vergeben, dass er seine Interessen zeitnah in den Fokus stellen und realisieren kann.

Zinsentwicklung über ein Jahr

Langfristig oder kurzfristig? Die Inflation in Amerika
Die Inflationsrate in den USA stieg in die Höhe und verzeichnete eine Anhebung von 2,07 Prozent. Auch in Deutschland lässt sich ein bisher 1,9 prozentiger Anstieg der Inflation im Vergleich zum Vormonat beobachten. In gesamteuropäischer Betrachtung ist aber nicht nur die Inflation, sondern auch der allgemeine Verbraucherpreis gestiegen. Mit 1,8 Prozent hat er die ursprüngliche Erwartung um 0,3 Prozentpunkte übertroffen. Bei den aktuellen Steigerungsraten gehen Experten von einem vorübergehenden Aufbäumen aus und rechnen nicht damit, das ein weiterer Anstieg oder die Positionshaltung der Inflation in Zukunft eine größere Rolle spielen werden.

Die Baufinanzierungen im ersten Quartal 2017
Für Immobiliendarlehen mit einer zehnjährigen Zinsbindung ist seit Anfang des Jahres 2017 bei den Zinsen ein Anstieg um 0,1 Prozent zu verzeichnen. Der Trend des letzten Quartals 2016 setzt sich damit fort. Dabei handelt es sich jedoch nur um einen sehr moderaten Anstieg und die Zinsen bleiben weiterhin historisch gesehen günstig. Auch wenn man davon ausgehen kann, dass es in diesem Jahr Zinsschwankungen geben wird, ist es für Darlehensnehmer in den letzten 30 Jahren nie günstiger gewesen, Geld für die Finanzierung des Eigenheims zu bekommen.

Tendenz der Baufinanzierungszinsentwicklung:
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Änderung bei KfW-Altersgerecht Umbauen – Investitionszuschuss 455

KfW Förderprogramme

Seit Anfang Januar 2017 können private Eigentümer und Mieter wieder Zuschüsse für Maßnahmen zum Einbruchschutz und zur Barrierereduzierung bei der KfW-Bank beantragen. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) stellt für den Einbruchschutz 50 Mio. EUR und für die Barrierereduzierung 75 Mio. EUR für das Jahr 2017 zur Verfügung. Kredite können ebenfalls weiter über die Finanzierungspartner zu diesen Förderzwecken beantragt werden. Die Zuschussbeantragung erfolgt nun über das KfW-Zuschussportal. Bauherren können Zuschüsse nun online beantragen und erhalten in wenigen Augenblicken eine Förderzusage.

Weiterhin steht seit Ende 2016 das KfW-Zuschussportal für alle wohnwirtschaftlichen Zuschussprodukte zur Verfügung:

  • Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss (430) www.kfw.de/430
    Das Förderprodukt dient der Förderung von Maßnahmen zur Energieeinsparung und zur Minderung des CO2-Ausstoßes bei bestehenden Wohngebäuden in Deutschland. Es trägt dazu bei, die energiepolitischen Ziele der Bundesregierung, insbesondere einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand bis zum Jahr 2050 zu erreichen. Die Förderung soll darüber hinaus die finanzielle Belastung durch die Investitions- und Heizkosten reduzieren und diese für den Nutzer langfristig kalkulierbarer machen.
  • Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Baubegleitung (431) www.kfw.de/431
    Mit dem Förderprodukt gewährt die KfW einen Zuschuss für die energetische Fachplanung und Baubegleitung bei Wohngebäuden durch einen unabhängigen Energieeffizienz-Experten.
    .

    .
  • Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Brennstoffzelle (433) www.kfw.de/433
    Das Förderprodukt unterstützt die Einführung der Brennstoffzellentechnologie in der Wärme- und Stromversorgung von Wohngebäuden in Deutschland.
  • Altersgerecht Umbauen – Investitionszuschuss (455) www.kfw.de/455
    Das Produkt dient der Förderung von baulichen Maßnahmen in Wohngebäuden, mit denen Barrieren im Wohnungsbestand reduziert und die Sicherheit erhöht werden. Davon profitieren alle Altersgruppen: Es ermöglicht älteren Menschen einen möglichst langen Verbleib in der gewohnten Umgebung, kommt behinderten oder in ihrer Mobilität eingeschränkten Menschen oder Familien mit Kindern zugute. Zusätzlich ermöglicht es den Schutz vor Wohnungseinbruch.

Quelle: KfW-Bank

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Auf ins eigene Zuhause – Die Politik will 2017 Immobilienkäufer unterstützen

neue finanzierungsregeln

Die Vorschläge der Parteien im „Superwahljahr 2017“ häufen sich, wie der Eigenheimerwerb erleichtert werden soll. Die Politik stellt dabei die Familien in den Fokus. Aus der Immobilienbranche kommt dagegen jedoch Kritik, da die Initiativen unzureichend sind und die tatsächlichen Kostentreiber ignoriert würden. Für Entlastung bei Häuslebauern dürften jedoch die nach wie vor günstigen Baugeldzinsen sorgen.

Immobilienbranche setzt auf neue Impulse durch die Regierung
Mit großer Spannung blickt die Immobilienwirtschaft auf das Wahljahr 2017. Im Zuge der Landtagswahlen im Saarland (am 26. März), in Schleswig-Holstein (7. Mai) und in Nordrhein-Westfalen (14. Mai) sowie der bevorstehenden Bundestagswahl (voraussichtlich am 24. September) erwarte die Branche, „dass neue Weichen für den Wohnungsbau gestellt werden“, sagt Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbandes IVD. Schick erklärt, was der Verband darunter versteht: „Der IVD erhofft sich von der neuen Bundesregierung eine aus gewogenere Immobilienpolitik, die nicht nur Mietschutz, sondern auch Maßnahmen zur Förderung von Wohneigentum umfasst.“

Angesichts des aufziehenden „Superwahljahrs“ bringen sich die Parteien in Stellung – und werben mit Vorschlägen, wie sie vor allem Familien zukünftig beim Eigenheimerwerb unterstützen möchten. Da wird mal die Einführung eines neuen sogenannten Baukindergeldes als zusätzliche Jahreszahlung gefordert (CDU), dann wieder ein nach Kinderzahl gestaffelter Eigenkapitalzuschuss für den Eigenheimerwerb in Ballungsräumen (SPD) oder eine Deckelung von Notarkosten und Gebühren für Grundbucheinträge (ebenfalls SPD).

Immobilienmarktexperten kritisieren jedoch die Initiativen als unzureichend. Diese zielten am eigentlichen Problem vorbei. Nach Auffassung des Eigentümerverbandes Haus & Grund Deutschland sei es der Staat selbst, der für finanzielle Hürden beim Erwerb von Wohneigentum sorge – etwa in Form von hohen sowie weiter steigenden Grunderwerbsteuersätzen. „Das Geld den Menschen erst zu nehmen und es dann über andere Wege wieder zu geben, ist ineffizient. Wirkungsvoller und ressourcensparender wäre es, wenn der Staat seinen Bürgern wieder mehr Entscheidungsspielräume gäbe. Dazu gehört auch, dass die Wahl zwischen Kauf oder Miete nicht von staatlichen Förderungen abhängig ist“, sagt Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke.

in 12 Monaten ins eigene Heim

Kritiker bemängeln ineffiziente Umverteilung von Geldern
Nebenkosten verteuern den Immobilienerwerb in Deutschland zwischen rund 9 Prozent und mehr als 15 Prozent. Einen wesentlichen Posten bildet die Grunderwerbsteuer, die je nach Bundesland 3,5 Prozent bis 6,5 Prozent des Kaufpreises beträgt. Für die meisten Häuslebauer ebenfalls happig: die Notar- und Grundbuchkosten, die mit etwa 2 Prozent zu Buche schlagen.

Dass es auch günstiger geht, zeigt ein Blick über den Gartenzaun zu den Nachbarn. Etwa in den Niederlanden und in Großbritannien kämen Immobilienkäufer mit deutlich niedrigeren Nebenkosten ins Eigenheim, führt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) an. Vor diesem Hintergrund empfehlen die Wirtschaftsforscher der Bundesregierung, sich diese beiden Staaten zum Vorbild zu nehmen. Die Niederlande hätte etwa den Notar-Markt dereguliert: Die Notarkosten richteten sich nicht nach dem Kaufpreis. Zudem liege die Grunderwerbsteuer bei lediglich 2 Prozent. In Großbritannien wiederum gebe es eine gestaffelte Grunderwerbsteuer inklusive eines Freibetrags von 125.000 Pfund. Darüber hinaus fielen in diesen beiden Ländern die Kosten der Grundbucheintragungen deutlich geringer aus als in Deutschland. Generell sei es wichtig, ärmeren Haushalten die Tür zum Immobilienmarkt zu öffnen. IW-Immobilienökonom Michael Voigtländer betont: „Gerade in Zeiten niedriger Zinsen ist das Eigenheim eine gute Absicherung fürs Rentenalter.“

Baugeldkonditionen bleiben vorerst günstig
Nach Einschätzung von Marktbeobachtern bleiben die Baugeldkonditionen immerhin vorerst günstig und deshalb der Traum vom eigenen Zuhause für mehr Menschen als sonst realisierbar. Die Mehrheit der Anfang Januar 2017 von der Interhyp Gruppe befragten Geldmarktexperten geht von leicht steigenden Zinsen aus – vor allem im zweiten Halbjahr 2017 als Folge der erwarteten weiteren Zinsschritte der amerikanischen Notenbank Federal Reserve (Fed) und einer voraussichtlich anziehenden Inflation in den USA. Doch der Anstieg dürfte nach Auffassung der Finanzmarktprofis durch die nach wie vor expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und durch politische Unsicherheiten wie den anstehenden Brexit-Antrag begrenzt werden. Egal, wie und wann sich die Politik nun entscheidet: Das Jahr 2017 dürfte für Immobilieninteressenten diverse Chancen bereithalten.

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Musterbrief für die vorzeitige Kündigung eines Darlehens

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Quelle: ProHyp

Zinskommentar Januar 2017 – Inflationsrate nähert sich der EZB Prognose

baufinanzierung marktlage

Im November des vergangenen Jahres lag die Inflationsrate in Deutschland bei 0,8 Prozent und war weit entfernt vom angestrebten Wert der EBZ. Der Dezember brachte eine Veränderung und ließ den Wert auf 1,7 Prozent innerhalb Deutschlands und auf 1,1 Prozent in der gesamteuropäischen Betrachtung ansteigen. Die EZB selbst strebt einen Inflationswert von 2,0 Prozent an, was vom aktuellen Wert nicht mehr weit entfernt ist. Die aktuellen 1,7 Prozent sind der höchste Wert seit 2013 und könnten der Start in Richtung der 2,0 Prozentmarke sein.

Erhöhung der Verbraucherpreise und Auswirkungen der Teuerungsrate
Das statistische Bundesamt gibt bekannt, dass sich die Verbraucherpreise in 2016 um durchschnittlich 0,5 Prozent erhöht haben. Im gesamten Euroraum ist ein Anstieg von 0,6 Prozent auf insgesamt 1,0 zu beobachten. 2017 könnte für den Verbraucher teuer werden, denn Experten der Wirtschaft rechnen mit einer Verbraucherpreiserhöhung von 1,6 Prozent und so mit einer Steigerung, die eine spürbare Leere im Portemonnaie aller europäischen Bürger hinterlassen wird. Aktuell liegt noch ein Defizit zwischen der wirtschaftlichen Vorstellung und der Realität, dennoch ist die EZB bereits jetzt zufrieden und äußert sich positiv zu ihrem Ziel, durch die finanzpolitischen Maßnahmen eine Ankurbelung der Wirtschaft avisiert zu haben. Mit steigender Inflation geht eine Erhöhung der Immobilienzinsen einher, wodurch sich die Teuerung nachhaltig auf Kreditnehmer und Baufinazierer auswirkt. Eine Zinsanpassung für Baudarlehen ist zwingend notwendig.

Zinsentwicklung über ein Jahr

Energiepreise wirken sich auf die Inflation aus
Eine Basis der Inflationssteigerung sind die stetig ansteigenden Energiepreise. Öl exportierende Länder haben zum Ende des Jahres 2016 beschlossen, die Fördermengen zu drosseln und damit eine Verknappung herbeizuführen. Im selben Atemzug ist von einem Ausbau der Förderstätten die Rede und lenkt den Fokus auf höhere Gewinnaussichten. Bis zum Jahresbeginn 2016 sanken die Ölpreise aufgrund der Wirtschaftskrise und der damit verbundenen geringeren Nachfrage nach Öl stetig. Überkapazitäten leisteten einen weiteren Beitrag für die Preissenkung, die sich nun durch vermehrte Investitionen in eine Teuerung umgewandelt hat. Mario Draghi hält weiter an seinem Kurs fest und belässt den Leitzins auf dem Rekordtief, da Europa noch nicht in der wirtschaftlichen Position für eine Anhebung ist. Solange Schulden und eine hohe Arbeitslosenquote in Europa dominieren, sieht der EZB Chef von einer Anhebung des Leitzins ab und verfolgt die bisher betriebene Geldpolitik im gleichen Umfang ohne eine kleinste Veränderung.

Baufinanzierungszinsen gehen derzeit in einem kleinen Bereich hoch und runter
Die Baufinanzierungszinsen bewegen nach ihrem historischen Tiefstand von Anfang Oktober 2016 bis Mitte Dezember 2016 um 0,3 Prozentpunkte nach oben, um danach zum Jahreswechsel wieder leicht abzufallen. Das Zinsniveau ist weiterhin niedrig und ermöglicht somit weiterhin attraktive Konzepte für neue Baufinanzierungen und günstige Anschlussfinanzierungen.

Tendenz der Baufinanzierungszinsentwicklung:
kurzfristig: schwankend seitwärts
langfristig: steigend

Entwicklung Leitzins und Inflation

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